Heute wollen wir einmal nicht so sein und unseren gerne im Zaum gehaltenen Instinkten freien Lauf lassen: Natürlich ist es richtig, dass Angeln heutzutage etwas anderes ist als bloße Gewässer Entleerung; es geht um Erfahrungen und Erlebnisse in der Natur, es geht – das wird immer wichtiger – um Verantwortung gegenüber Fisch und Umwelt und auch darum, folgenden Generationen möglichst noch bessere, also zu einem nicht unerheblichen Teil wieder hergestellte Bedingungen zu hinterlassen. Da treten Fangerfolge mitunter ein wenig in den Hintergrund. Bilder von großen Fischen begeistern uns zwar, lassen uns von ebensolchen Fängen träumen, aber ein klein wenig schlechtes Gewissen kann sich da schon einschleichen. In dieser Ausgabe geht es um die ganz Großen. Und die kann man durchaus fangen, ohne ihrer Existenz ein Ende zu bereiten. Da ist zum Beispiel dieser Huchen, der hoffentlich noch immer in der Gmundner Traun lebt. Wir haben uns das sensationelle, bereits publizierte Bild besorgt und es ganzseitig ohne störende Seitenangaben und Bildtexte abgedruckt. Möge es einen Platz an der Wand einer Fischerhütte oder einer anderen Anglerunterkunft finden! Es ist ein Glück, dass dieser Fisch zu dieser enormen Größe heranwachsen konnte, ohne irgendwo ausgestopft als Trophäe zu landen. Das gilt im Übrigen auch für die Hechte, denen Andreas Zachbauer in der Titelgeschichte nachjagt. Man kann sie nämlich auch wieder frei lassen.